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Die Hydrokultur – Pflanzenpflege leicht gemacht

00:33

Hallo meine lieben Pflanzenfreunde,
heute kommt endlich der Blogbeitrag über meine liebste Form der Pflanzenhaltung – die Hydrokultur. Oft werde ich gefragt, wie ich das mit meinen Pflanzen mache, wie oft sie sie wie viel bekommen, und woher ich meinen Grünen Daumen habe. Viele sind dabei der Meinung einen vermeindlich braunen oder sogar schwarzen Daumen zu haben. Aber ich bin ja der Überzeugung, jeder kann sich einen kleinen grünen Dschungel zuhause zaubern, es ist nur eine Frage der richtigen Pflanzenhaltung. Die Hydrokultur ist so einfach und doch genial, dass eigentlich jeder es hinkriegen sollte, so ein paar Pflanzen am leben zu halten. :)
Also schaut mal her:
Wie das Wort "Hydro" schon vermuten lässt, hat das Ganze viel mit Wasser zu tun. Die Pflanze wurzelt in einem anorganischen Substrat, dem sogenannten Blähton, und ist dabei immer umgeben von Wasser. Nährstoffe bekommt die Pflanze dabei aus dem Wasser und zusätzlichen Düngemitteln, die man alle paar Monate in das Gießwasser geben sollte. Ein Gießanzeiger zeigt immer den Wasserstand an und man weiß mit einem kurzen Blick auf den Anzeiger sofort und ganz einfach, ob die Pflanze Wasser benötigt oder nicht.
 
Vorteile:
  • super einfaches Gießen, durch Gießanzeiger
  • sauberer, kein Erde-Verkrümeln mehr
  • weniger Schädlinge, da die meisten Erde brauchen um sich anzusiedeln
    bzw. diese schon in der Erde vorhanden sind
  • einfaches Umtopfen
  • einfaches vermehren der Pflanzen durch Stecklinge

Nachteile:
  • etwas teurer in der Anschaffung durch spezielle Töpfe
  • Hydropflanzen gibt es nicht überall zu kaufen* (dazu unten mehr)


Alles was Ihr für die Hydrokultur braucht, findet Ihr in gut sortierten Baumärkten oder in Pflanzencentern. Den Blähton habe ich sogar schon bei IKEA gesehen. Ansonsten gibt es ja im Internet bekanntlich alles. Ich habe zu Hause immer ein paar Töpfe da, um spontan Pflanzen hin und her topfen zu können.
Nun zu den Pflanzen: Eigentlich sind die meisten Grünpflanzen für die Hydrokultur geeignet. Ihre Wurzel müssen nur unbedingt frei von Erde sein, da sie sonst gammeln. Wie oben schon erwähnt, gibt es Hydropflanzen leider nicht so einfach überall zu kaufen. Aber gute Gartencenter haben sie auf jeden Fall! Ich gehe z.B. super gern zu Pflanzenkölle. ABER man kann sich seine Hydropflanzen auch ganz einfach selber ziehen. Dazu könnt Ihr ganz einfach von (Euren) Pflanzen Triebe abschneiden und sie in Wasser wurzeln lassen. Wie ich das bei meinem Christusdorn gemacht habe, habe ich schonmal HIER niedergeschrieben.  

Die Monstera auf dem oberen Bild habe ich ursprünglich ganz normal in Erde bei IKEA gekauft. Dann habe ich sie oberhalb der Erde abgeschnitten und in einer Vase (naja, ehrlich gesagt war es eine Gießkanne) wurzeln lassen. Das hat ca 2-3 Monate gedauert bis es so viele kräftige Wurzeln wie auf dem Bild waren.
Diese Sanserveria stammen alle aus einem großen Topf von meinen Eltern. Ab und zu kann man (zu) groß gewachsene Pflanzen einfach teilen und hat dann wieder mehr Pflanzen für seinen Dschungel oder zum Verschenken. :)
Meine Efeutute vermehre ich ständig durch neue Stecklinge. Die brauch man einfach irgend wo inmitten der Ranke abschneiden, in eine Vase stecken und innerhalb kürzester Zeit bilden sich Wurzeln. Und schon hat man eine neue Pflanze, die munter weiter wächst.
( Outtake – die Efeutute wird super schnell sehr lang, und beim Fotoshooting auf dem Tisch findet sich schnell ein kleiner Fotoassistent unter dem Tisch an ;) <3 )
Und das Gießen könnte einfacher nicht sein.
Roter Nupsi unten – bitte gießen.
Roter Nupsi oben – alles okay!
Das kriegt doch auch jemand mit einem braunen Daumen hin, oder?! ;)

Wichtig ist
aber schon, dass die Pflanzen nie ganz ohne Wasser stehen. Denn trocknen die Wurzeln einmal an und werden dann wieder nass, fangen sie schnell an zu gammeln. Und das riecht nicht nur streng, sondern bringt dann leider auch die Pflanze um.
Wie schon erwähnt, kann man eigentlich die meisten Grünpflanzen in Hydro halten. Ich liste Euch mal ein paar meiner Pflanzen auf, die ich in der Hydrokultur halte und die bestens wachsen und gedeihen: Efeutute, Monstera, Sanseveria, Christusdorn, Peperomia, Flamingoblume, Wunderstrauch, Baumfreund.

Bei Sukkulenten und Kakteen funktioniert die Hydrokultur übrigens nicht so gut. Diese Pflanzen haben durch Ihre Herkunft andere Bedürfnisse, was das Wasser angeht. Die Wurzeln mögen es eh lieber eher trocken als zu nass und die Pflanzen haben in ihren Körpern und Blättern eingebaute Wasserspeicher.


Na meine lieben Pflanzenfreunde, was sagt Ihr? Benutzt Ihr die Hydrokultur vielleicht sogar schon, und seid so große Fans davon wie ich?  Oder konnte ich sie Euch etwas schmackhaft machen? :)

*grüne Grüße
Eure Anja

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4 Kommentare

  1. Herzilein, super schöne Bilder und die Illustration ist super!!!
    Kussi

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  2. Hallöchen, ich hab mich riesig über deinen Post gefreut ^^ Bisher habe ich mich nie richtig an Blähton rangetraut, aber jetzt muss ich ihn einfach mal ausprobieren :)
    Viele Grüße

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  3. Vielen Dank für den tollen Blogpost! Die vorgestellten Pflanzen sind ja dann auch auf jeden Fall Katzentauglich, oder? :D

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    1. Liebe Miriam, danke für dein liebes Kommentar <3
      Aber ehrlich gesagt sind die meisten Pflanzen davon giftig ;) Nur die Peperomia ist ungiftig, aber dafür gibts die in ganz vielen verschiedenen Sorten.

      Aber ich hab auch schonmal einen Blogbeitrag zum Thema Katzen und Pflanzen geschrieben. Schaumal hier:
      http://www.aentschiesblog.com/2015/07/pflanzen-und-katzen-kein-problem.html

      vielleicht findest Du da Inspiration. Wenn Du ansonsten Fragen hast, immer her damit :)

      *liebe Grüße
      Anja

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